Von Heinrich Asch

Die Entwicklung im Getreidewirtschaftsjahr 1950/51 dürfte erwiesen haben, daß Futtermittelfragen nicht unabhängig vom Brotgetreide betrachtet werden können. Die starke Verfütterung von Brotgetreide an Schweine und anderes Vieh hat uns in Versorgungsschwierigkeiten gebracht und außerdem den Landwirt, den Mäster und die übrigen Tierhalter zur unrationellen, d. h. zur extensiven Fütterung verleitet. Ein besonders krasses Beispiel dürfte der Rückgang in der Ölkuchenverfütterung sein. Die Ölkuchen und Extraktionsschrote und die daraus hergestellten Milchleistungsfutter lagen fast das gesamte Wirtschaftsjahr hindurch preislich recht günstig. Dennoch ist der Verbrauch etwas zurückgegangen, sodaß Wünsche der deutschen Ölmühlen und des Handels laut wurden, diese wertvollen pflanzlichen Eiweißfuttermittel, die wir normalerweise in beträchtlicher Menge aus dem Ausland hinzukaufen mußten, zu exportieren oder auf Reservelager zu nehmen. Hierzu eine kurze Statistik:

Der Verbrauch an Kraftfutter (Milchleistungsfutter und Schrote) je ha landwirtschaftlicher Nutzfläche betrug und beträgt in dz

1938 1950

Westdeutschland 2,0 1,8

Dänemark 4,5 5,5

Holland 8,5 6,5