In Korea haben die UNO-Streitkräfte und die südkoreanischen Truppen unter dem Druck der zweiten kommunistischen Frühjahrsoffensive auf der gesamten Front zeitweilig zurückgehen müssen. Dann gingen die UNO-Truppen zum Gegenangriff über. Der Stabschef der amerikanischen Armee erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, der Einsatz von Atomwaffen in Korea sei nicht in Erwägung gezogen, da diese Waffen noch nicht so weit entwickelt seien, daß sie in unmittelbarer Frontnähe verwendet werden, könnten. Es sei jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die amerikanischen Streitkräfte über Atomgranaten verfügten.

Der südkoreanische Außenminister Pyun Yung Tai warf den Vereinten Nationen vor, sich ihre Einheit nur unter Vernachlässigung einer starken Führung zu erkaufen. Die in Korea kämpfenden Nationen neigten dazu, die sowjetische Stärke zu überschätzen.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat sich mit 47 Stimmen für die Verhängung eines Lieferembargos auf kriegswichtige Waren nach Rot-China ausgesprochen. Die Länder des Ostblocks haben an der Abstimmung nicht teilgenommen.

Der USA-Senat nahm eine Vorlage an, die die Lieferung von zwei Millionen t Getreide für Indien vorsieht.

In Bolivien ist eine Militärjunta zur Macht gekommen. Die Junta gibt vor, daß sie die Staatsgewalt in Bolivien nur vorübergehend übernommen habe und sobald als möglich Neuwahlen ausschreiben wolle. Der im Exil in Buenos Aires lebende Führer der Nationalrevolutionären Bewegung, Estensoro, der bei den Präsidentschaftswahlen den Sieg davongetragen hatte, forderte das bolivianische Volk zu Maßnahmen gegen die Armee auf.

Die Regierung des Iran hat die Forderung der Anglo-Iranian Oil Company abgelehnt, den Ölkonflikt durch Schiedsspruch zu entscheiden. In einer Note wurde die iranische Regierung von Großbritannien vor den äußerst schwerwiegenden Folgen gewarnt, die entstehen könnten, falls Iran es weiter ablehnen sollte, über ein neues anglo-iranisches Ölabkommen zu verhandeln. Der Planungsausschuß des iranischen Parlaments hat indessen beschlossen, acht ausländische Erdölsachverständige zu verpflichten, die außerhalb der Konzessionsgebiete der Anglo-Iranian Erdölfelder erschließen sollen.

In Singapore sind geheime Militärbesprechungen zwischen den britischen, amerikanischen und französischen Oberbefehlshabern im Fernen Osten beendet worden.