In Korea trafen die UNO-Truppen und Südkoreaner während ihres erneuten Vormarsches nach Norden auf heftigen kommunistischen Widerstand. Besonders im West- und Mittelabschnitt hat der Gegner bedeutende Verstärkungen in den Kampf geworfen. Man rechnet in Kürze mit einer erneuten kommunistischen Frühjahrsoffensive. Die Stärke der kommunistischen Angreifer wird auf 500 000 Mann geschätzt. Die alliierten Luftstreitkräfte haben mit 312 Maschinen ihren bisher größten Lufteinsatz des Korea-Krieges gegen die koreanische Grenzstadt Sinuiju geflogen. Von amerikanischer Seite wird erklärt, daß die Luftüberlegenheit der UNO-Streitkräfte von kommunistischen Verstärkungen bedroht sei.

Der Vizepräsident der südkoreanischen Republik, Lee Si Jung ist aus Protest gegen Korruption in der südkoreanischen Regierung von seinem Posten zurückgetreten.

Der amerikanische Verteidigungsminister George Marshall erklärte vor den Untersuchungsausschüssen des Senats, die Gefahr eines Krieges mit der Sowjetunion im Fernen Osten sei größer als die eines sowjetischen Angriffs in Westeuropa. Er betonte, daß die USA möglichst überhaupt nicht in einen weltweiten Konflikt verwickelt werden wollen, vor allem aber nicht, bevor die USA fähig seien, die Lage zu meistern.

Die USA haben den sowjetischen Vorschlag abgelehnt, den japanischen Friedensvertrag in Viermächte-Besprechungen auszuarbeiten.

Der amerikanische Senat hat beschlossen, solchen Ländern keine Wirtschaftshilfe mehr zu geben, die Handel mit kommunistischen Ländern treiben.

Der bisherige Staatspräsident von Panama Arnulf Arias ist festgenommen worden. Der Präsident hatte die aus dem Jahre 1946 stammende Verfassung außer Kraft gesetzt und die Verfassung von 1941 wieder für gültig erklärt. Diese Maßnahme sollte dem Parlament die Möglichkeit geben, strenge Verordnungen zur Oberwindung der Wirtschaftskrise zu erlassen. Das Parlament hat daraufhin den Präsidenten abgesetzt.

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